EWU- Herbstritt- “Cold Night/Hot Coffee“

herbstritt01 (3)Erfahrene Scouts, getestetes Gelände und echtes Cowboyfeeling.

Am 10. und 11. Oktober fand der diesjährige EWU-Herbstritt, ein traumhafter Zwei-Tage-Ritt, organisiert von Tony Meyer, Henrike Lindenblatt und weiteren lieben Helfern, statt.
Wir Teilnehmer kannten uns bisher nicht. Wie sich später herausstellte waren wir drei echte Cowboys, drei mutige Greenhorns (Freizeit-Cowboys) und drei toughe Ladies, zwei davon „English-Ladies“. Einige Angemeldete haben aufgrund der Temperaturen gekniffen. Ich kann nur sagen:“ Ihr habt echt was verpasst“!

Am Samstag früh bei strahlend blauem Himmel und herrlichstem Sonnenschein ritten wir (einige noch etwas nervös), unter Führung von Tony, von der Banti-Cow-Ranch los. Uns erwartete ein ca. 40 km Ritt von Bantikow am Untersee über Neustadt/Dosse, durch die Dreetzer Wälder bis ins „Nichts“ (irgendwo hinter Michaelisbruch).

Wie wir alle abends am Lagerfeuer erfuhren, ritten wir (fast) die bewährte Geländestrecke des legendären und einmal im Jahr stattfindenden „Ranch-zu-Ranch Rittes“der Banti-Cow-Ranch. Angeblich sollen wir die Strecke aber nur halb so schnell wie die „echten Cowboys“ geritten sein, was aber wohl ein Witz war und ich bei unserem Tempo kaum glauben mag.
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Nach 20 Kilometern, am Rande von Neustadt/Dosse, machten wir die erste Pause. Absatteln, Knochen und Klamotten sortieren, Pferde versorgen und ab auf die Weide. Für die Pferde war die erste Strecke wohl nur zum Aufwärmen da, denn auf der großzügigen Wiese tobten sie sich erstmal kräftig aus. Wir Reiter und Reiterinnen wärmten uns von außen am bereits brennenden Campfire ( schööön warm) und von innen mit einem leckeren Süppchen und heißem Kaffee. Ein „Hoch“ auf die Köchin und das gesamte Helfer-Team!

Gestärkt und voller guter Laune ging es weiter durch die in der Herbstsonne glitzernden Dreetzer Wälder Richtung Michaelisbruch. Bald per „Du“ begegneten wir unterwegs u.a. einer der selten gewordenen Mufflon-Herden, die sich in dieser Gegend wohl öfter mal zeigt. Natürlich gab es auch noch jede Menge weiterer, wirklich schöner Eindrücke in dieser idyllischen Landschaft zu sammeln. Ich persönlich genoß mit meiner Stute die außergewöhnlich langen und entspannten Galoppstrecken. Besser kann man nicht ausreiten! Mehr davon!

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Als sich die ersten Erschöpfungszustände (nur bei den Reitern) einstellten, war es auch schon geschafft und wir ritten auf unser Nachtquartier im „Nichts“ zu. Surprise! Auf einer grossen Wiese, geschützt vor einem kleinen Wäldchen brannte bereits ein großes Lagerfeuer. Für die Pferde waren die Paddocks mit Heu und Wasser bestückt und wir Reiter bekamen zur Einstimmung auf einen wunderschönen Abend erstmal süße Schokolade und ein edles „Tröpfchen“. Echt lecker! Wie gut das tat!!! Und dann kamen u.a. die köstlichen Rib-Eye- Steaks auf den vorbereiteten Riesen-Grill. Freunde, ich möchte sagen, die sind auf der Zunge zergangen. Ein kulinarisches Highlight im „Nichts“!

Später als die verwöhnten Zungen durch weitere diverse Getränke gelockert waren, wurden Erfahrungen über bestehende Wunden und schmerzende Stellen, gutes und schlechtes Equipment, Tricks für lange Ritte usw. ausgetauscht. Es war ein gemütlicher Abend mit bester Stimmung. Echte Cowboy-Romantik mit Musik von Johnny Cash am warmen Lagerfeuer, welches die Letzten um Mitternacht verließen. Die Nacht war „cold and clear“. Der Eine oder die Andere hätte gerne einen wärmeren Schlafsack dabei gehabt, aber… sicher beim nächsten Mal.

Am nächsten Morgen weckte uns ein wunderschöner Sonnenaufgang und das Wiehern unserer Rösser. Hot Coffee und frische Brötchen wurden standesgemäß per Kutsche angefahren. Welch ein Service! Ralf und Nicole- Vielen Dank von uns Allen!!!

Der eine oder andere war sich nicht sicher, ob der Rückritt angenehm wird, da schon wichtige Körperteile eher mehr als weniger schmerzten. Aber echte Cowboys,-girls kennen keine Schmerzen und so wurde aufgesattelt und die 40 km wieder entspannt durch die herrliche Landschaft zurück geritten. Natürlich wieder mit einer erholsamen Mittagspause und bei perfektem Sonneschein.

Für mich und einige anderen Teilnehmer war dies ein außergewöhnliches Reiter-Erlebnis, an welches ich mich gerne und lange erinnern werde. Ein wunderschöner Ritt durch eine herrliche Landschaft bei Herbstsonne, mit netten, coolen Cowboys und -girls (unsere „English-Ladies“ wurden aufgenommenJ), einem exellenten Catering und professioneller Organisation. Nicht zu vergessen unsere treuen Ponys, die immer einen super Job machten und uns heil und gesund nach Hause getragen haben!

Fotografisch und filmisch begleitet wurde dieser Ritt von Tino Vogler, der nicht nur an verschiedenen Stellen unseres Rittes wunderschöne Fotos geschossen hat, sondern Teile des Ausritts auf besondere Art und Weise auf Video aufnehmen konnte. Ich möchte hier nicht mehr verraten, aber so einen Film müsst Ihr mal gesehen haben. Unglaubliche Aufnahmen aus unglaublicher Perspektive.

Tony und Henrike organisieren für das nächste Frühjahr wieder mehrere Zwei-Tages Ritte mit verschiedenen Zielen. Einer würde wegen der großen Nachfrage nicht ausreichen. Ich kann Euch nur empfehlen: „Meldet Euch frühzeitig an (www.banti-cow-ranch.com) und Ihr erlebt ein Wochenende, welches Ihr nicht vermissen möchtet! Tony und Henrike freuen sich bestimmt auf Euch!“

Darüber hinaus wird für den EWU- Frühjahrsritt 2016 ab sofort wieder ein freundlicher Ausrichter gesucht. Wer ein schönes Ausreitgelände kennt und Lust und Spaß daran hat auch mal einen Ausritt ( 1 oder 2 Tage) zu organisieren kann sich gerne mit Andrea Wolter (0152-28678312 ; ahpwolter@web.de) in Verbindung setzten. Die EWU unterstützt und sponsert diesen Ritt mit einer kleinen „Überraschung“.

So long, bleibt gesund und kommt gut über den Winter…

Uwe Krause (One of the Freizeit-Cowboys)

 

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