Kaderrichtlinien

RICHTLINIE

für die Berufung in den Landeskader und die Mannschaften der Ersten Westernreiter Union Berlin-Brandenburg e.V.

 

Diese Richtlinie hat Gültigkeit für die Berufungen 2016.

 

 

  • 1 Grundsätze

(1) Die vorliegenden Richtlinien dienen der Umsetzung der durch die Satzung dem Landesverband EWU Berlin-Brandenburg e.V. gesetzten Ziele der Förderung und Lenkung des Westernreitsports sowie der Förderung der Jugendlichen.

(2) Durch Bildung von Kadern und Mannschaften soll eine systematische Entwicklung und Förderung des Turniersports im Westernreiten erreicht werden, wobei die langfristige Vorbereitung von Leistungssportlern auf die nationale Ebene, insbesondere im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften der EWU Deutschland e.V. (nachfolgend Bundesverband genannt), im Vordergrund steht.

(3) Die Bildung der Kader richtet sich nach den Qualifikationskriterien des Bundesverbandes für die Deutschen Meisterschaften. Entsprechend werden die Anforderungen ggf. jährlich angepasst.

 

  • 2 Allgemeine Kriterien

Die Berufung in einen Kader bzw. eine Mannschaft erfordert

  1. a) die Mitgliedschaft in der EWU Berlin-Brandenburg e.V.,
  2. b) die Erfüllung der geforderten Leistungskriterien im Anrechnungszeitraum
  3. c) eine leistungsorientierte Zukunftsperspektive,
  4. d) die Verfügbarkeit der den sportlichen Anforderungen gerecht werdenden Pferde mit entsprechender Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen, und
  5. e) die Leistungsbereitschaft und charakterliche Eignung des Sportlers, denn jeder Kader-/Mannschaftsangehörige ist in seinem Auftreten und Verhalten ein Repräsentant des deutschen Westernreitsportes.

 

  • 3 Berufung

(1) Die Berufung in den Landeskader erfolgt durch den Vorstand grundsätzlich zum Ende des laufenden Jahres für das darauf folgende Kalenderjahr.

(2) Grundlage für eine Berufung sind die erzielten Erfolge, gemäß der geforderten Kriterien, für den Zeitraum vom 01.01. des vorangegangenen bis zum 31.12. des laufenden Jahres. Eine Landeskader-Nachberufung im Laufe eines Kalenderjahres erfolgt ggf. bei Erreichen der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft entsprechend der unter § 5 Abs. 2 aufgeführten Kriterien, und der Vorstand dies aus Gründen der Förderung als notwendig erachtet.

(3) Der Landesverband behält sich das Recht vor, in begründeten Fällen eine Berufung zu verweigern bzw. einen Ausschluss aus dem Kader bzw. einer Mannschaft zu verfügen, auch wenn die Leistungskriterien erfüllt sind. Dies gilt insbesondere bei Verstößen gegen

  1. a) das Ansehen des Pferdesportes,
  2. b) die Bestimmungen der Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln (ADMR) oder
  3. c) die Grundsätze des Tierschutzes.

(4) Akzeptiert der Reiter seine Berufung in den Kader bzw. eine Mannschaft verpflichtet er sich damit zur Teilnahme an den Fördermaßnahmen der EWU Berlin-Brandenburg e.V. Fördermaßnahmen in diesem Sinne sind unter anderem Sichtungen, Schulungen, Trainingstage, Seminare und Lehrgänge.

(5) Aus der Berufung in ein Kader/eine Mannschaft bzw. dem Ausscheiden oder Ausschluss aus einem Kader/einer Mannschaft sind keinerlei Rechtsansprüche von Seiten des Kader-/Mannschaftsmitglieds oder des Besitzers/Eigentümers eines Pferdes abzuleiten. Die Entscheidung liegt allein im Ermessen des Vorstandes der EWU Berlin-Brandenburg e.V.

 

 

 

 

  • 4 Kader und Mannschaften

(1) Für die Disziplinen

– Reining

– Trail

– Western Horsemanship

– Western Pleasure

– Western Riding

werden Kader gebildet.

(2) Aus den Kadern werden in Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften des Bundesverbandes je eine Erwachsenenmannschaft und eine Jugendmannschaft gebildet.

(3) Voraussetzung für die Aufnahme in eine der beiden Mannschaften ist

  1. a) das Vorliegen des entsprechenden Alters,
  2. b) Konstanz in den erbrachten Leistungen und
  3. c) gruppenorientiertes Verhalten.

Die Mannschaften sind zugleich Vertreter der EWU Berlin-Brandenburg e.V. auf der Deutschen Meisterschaft des Bundesverbandes.

(4) Das Training findet grundsätzlich in den einzelnen Kadern statt. Den Mannschaftsmitgliedern soll darüber hinaus die Möglichkeit geboten werden, an Veranstaltungen teilzunehmen, die nur für die Mannschaftsmitglieder gedacht sind.

(5) Ein Reiter kann auch in mehrere Kader aufgenommen werden.

 

  • 5 Sportliche Leistungskriterien (Erfolge)

(1) Für die Berufung in den Kader ist die Erfüllung der folgenden Kriterien in mindestens einem Punkt gefordert:

  1. Es müssen im Jahr 2015 mindestens zwei Platzierungen (an 1.-3. Stelle) auf einem A/Q-Turnier in einer Q-Klasse oder ein Landesmeistertitel in der jeweiligen Disziplin erlangt worden sein. Bei mehr als 10 Startern qualifiziert sich auch der Vizelandesmeister. Erzielt ein Reiter auf einer Doppelshow in den Q-Klassen entsprechende Platzierungen bei beiden Richtern, so ist dies ausreichend. Für gescorte Disziplinen müssen die Platzierungen mit einem Mindestscore erritten werden. Die Mindestscores sind wie folgt festgelegt:

Reining                                   65 Punkte

Western Riding                     65 Punkte

Trail                                        65 Punkte

  1. Im Jahr 2016 müssen mindestens zwei Platzierungen (an 1.-3. Stelle) auf einem A/Q-Turnier in einer Q-Klasse oder ein Landesmeistertitel in der jeweiligen Disziplin erlangt werden. Bei mehr als 10 Startern qualifiziert sich auch der Vizelandesmeister. Erzielt ein Reiter auf einer Doppelshow in den Q-Klassen Platzierungen bei beiden Richtern, so ist dies ausreichend Für gescorte Disziplinen müssen die Platzierungen mit einem Mindestscore von 65 Punkten erritten werden.
  2. Im Jahr 2015 wurde der Aufstieg von der LK 3B in die LK 2B erritten.

(2) Erfolge im Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. werden automatisch erfasst. Eine Erfassung der Erfolge in anderen Landesverbänden der EWU erfolgt nur bei unaufgeforderter Information des Vorstandes durch die Reiter.

 

  • 6 Zusammensetzung der Kader und der Mannschaften

(1) Die einzelnen Kader sind in der Zahl ihrer Angehörigen auf jeweils fünf begrenzt.

(2) Die Mannschaft der Erwachsenen besteht aus 5 Reitern entsprechend den Regeln der Mannschaftsmeisterschaften des Bundesverbandes und einem Ersatzreiter.

(3) Die Mannschaft der Jugendlichen besteht aus 4 Reitern entsprechend den Regeln der Mannschaftsmeisterschaften des Bundesverbandes und einem Ersatzreiter.

 

 

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