Westerndisziplinen

Beschreibung der Westernprüfungen

Sliding Stop in der Reining

Reining:

Reining(Reins = Zügel) ist die in Europa momentan populärste Disziplin, mit vielen rasanten Lektionen in präziser Ausführung. Diese Disziplin wird ausschließlich im Galopp geritten.

Reining bedeutet ein Pferd nicht nur zu lenken, sondern auch jede seiner Bewegungen zu kontrollieren. Ein gutes Reiningpferd sollte sich willig führen lassen und mit wenig und nicht sichtbarem Widerstand zu kontrollieren sein.

Alle Abweichungen von der exakt vorgeschriebenen Aufgabe (Pattern), werden abhängig vom Grad der Abweichung bestraft. Außer dem Abzug von Fehlerpunkten soll es Pluspunkte geben. Sie werden für Weichheit, Eleganz, Haltung, Schnelligkeit und die Art, verschiedene Manöver durchzuführen, gegeben.

Die einzelnen Reiningelemente sind, schnelle und langsame Galoppzirkel, Spins (Drehungen), Sliding Stops (Stopps), Rollbacks (Stopps mit anschließender 180Grad Drehung) und Rückwärtsrichten.

 Es gibt verschiedene Reiningpatterns (Aufgaben), in denen jeweils festgelegt wird, in welcher Reihenfolge die Reiningelemente geritten werden müssen. Die Aufgaben werden auswendig geritten.


„Westernreitstiefel – Hier bestellen!“

Exaktheit in der Hosemanship

 

Western  Horsemanship:

In diesem Wettbewerb werden die Leistungen des Reiters beurteilt. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektion. Die verlangte Aufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt. Es sind keine spektakulären, dafür aber sehr penibel nachzureitende Manöver, die an Pferd und Reiter gestellt werden.

Im ersten Teil der Prüfung, die zu 80 Prozent in die Wertung eingeht, absolviert der Reiter eine zumeist  kurze, aber umso exakter auszuführende Einzelaufgabe, die auch Pattern genannt wird.

Der zweite Teil, die Railwork, die zu 20 Prozent in die Wertung einfließt, entspricht einer Pleasure-Prüfung. Hierbei kann der Richter bestimmen, ob er alle Teilnehmer an der Pleasure teilnehmen lässt. Im Gegensatz zu einer Pleasure-Prüfung wird hier allerdings weiterhin der Reiter beurteilt. Macht der Reiter einen Fehler, so bekommt er für diese Aufgabe weniger Punkte oder gar keine.

 

Nervenstärke im Trail

Trail: 

In dieser Geschicklichkeits-Prüfung müssen die Pferde mindestens sechs Hindernisse bewältigen. Beim Trail (auf einem Trail = Wanderritt) sind Nervenstärke, Vertrauen vom Reiter ins Pferd und vom Pferd in den Reiter gefordert.

Das gute Trail-Pferd soll sich unerschrocken, überlegt, geschmeidig und ohne große Einwirkungen des Reiters dem Hindernis nähern, es prüfen und es dann bewältigen.

Beispiele für die Aufgaben:

Der Reiter muss ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, ebenfalls das offene Tor zu passieren. Eine Brücke soll von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden. Am Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, müssen ohne Berührung in den verschiedenen Gangarten überschritten werden.
Rückwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen-U, ohne dabei möglichst die Stangen zu berühren oder gar zu verrücken.

 

scheinbare Leichtigkeit in der Western Pleasure

Western Pleasure

Western Pleasure wird in Gruppen geritten. Wie der Name schon sagt, soll es ein Vergnügen für den Reiter sein, das Pferd in den drei Grundgangarten (Schritt/Walk, Trab/Jog, Galopp/Lope) am losen Zügel möglichst bequem und fließend vorzustellen.

Der Richter gibt an, welche Gangart geritten werden soll.

Die Übergänge sollen exakt ausgeführt werden, wobei die Hilfegebung möglichst fein sein sollen. Dadurch wirkt es auf die Zuschauer sehr mühelos, verlangt aber von Reiter und Pferd ein Höchstmaß an Konzentration. Bewertet wird vor allem die Reinheit der Gänge (Takt), die Haltung des Pferdes, sowie die Rittigkeit bei den Übergängen.

Trab (Jog) und Galopp (Lope) sollen in angemessenem Tempo und möglichst weich geritten werden. Auch das Gesamtbild von Reiter und Pferd fließt hier in die Bewertung ein.

 

Galoppwechsel in der Western Riding

Western – Riding

Bei der Western Riding sind vor allem zahlreiche fliegende Galoppwechsel (fliegender Galoppwechsel = ein Wechsel des führenden Beinpaares ohne den Galopp zu unterbrechen) auf den Punkt genau zu absolvieren. Sie gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen.

Eine Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, ruhigen und sich mühelos bewegenden Pferdes. Pluspunkte werden vergeben für weiche, taktreine Gänge bei gleichbleibendem Tempo während der gesamten Aufgabe.

 

Vielfältigkeit in der Superhorse

Superhorse

Die Superhorse ist eine besonders schwere Disziplin. Enthalten sind Elemente aus den vier Disziplinen :

 Reining, Pleasure, Trail und Western Riding

Das Pferd muss für eine Superhorse ein besonders vielseitiges Talent mitbringen.
Die Superhorse wird nur von der EWU angeboten.

 

Faszination beim Cutting

Cutting:

Auf allen Turnieren sind die Rinderdisziplinen der Publikumsmagnet.

Der Cutter wird bei seiner Arbeit von vier selbstgewählten Helfern – zwei Herdholder zum Kontrollieren der Herde und zwei Turnbacks zum möglichen zurückdrängen des Rindes zur Herde – unterstützt. Wenn das Pferd langsam in die Herde geht, beginnt der Reiter, ein Rind auszuwählen.

Gute Cutter studieren die Herde, bevor sie in den Wettkampf gehen, um herauszufinden, welches Rind für eine besonders attraktive Darstellung ihres Pferdes geeignet ist.

Der Reiter trennt ein Rind und positioniert sein Pferd für den Cut („Schnitt“). Indem der Reiter die Zügelhand bis knapp über den Pferdehals senkt, signalisiert er dem Pferd, dass dieses unabhängig und ohne Führung des Reiters zu arbeiten hat. Das Pferd soll nun selbstständig bei durchhängendem Zügel verhindern, dass das separierte Rind zur Herde zurückgelangt.

Wird das Rind untätig oder verliert es gar die Lust, zur Herde zurückzukehren, hebt der Reiter die Zügel an und signalisiert Pferd und Richter, das Rind aufzugeben. Als Zeitpunkt des Quittens (beenden) gilt, wenn der Reiter seine Zügelhand hebt und die freie Hand auf den Hals des Pferdes legt, auch wenn das Pferd noch nicht unverzüglich stoppt.
In 150 Sekunden kommt es auf das Zusammenspiel von Reiter, Pferd, Rind und Helfern an.

 

Adrenalin in der Working Cowhorse

Adrenalin in der Working Cowhorse

Working Cowhorse:

Diese Rinderdisziplin wird in zwei Teilen geritten.

 In dem ersten Teil zeigen Pferd und Reiter ihr Können in einer kleinen Reining, also „Trockenarbeit“, im Fachjargon „Dry Work“.

Im zweiten Teil ist Fence Work verlangt. Ein Rind muss dabei kontrolliert an der langen Seite der Bahn mindestens einmal in jede Richtung getrieben und gegen die Bande gewendet werden. Zum Schluss treibt der Reiter das Rind in die Bahnmitte, um es dort auf einer gedachten Acht zu zirkeln. Wie beim Cutting muss dies alles innerhalb von zweieinhalb Minuten geschehen.

 

Spaß in der Freestylereining

Freestyle Reining

Die Freestyle Reining ist vor allem in den USA sehr beliebt und ein Zuschauermagnet. Es ist dem Reiter freigestellt, wen oder was er interpretieren möchte. Er muss dazu eine geeignete Musik wählen und sich ein eigenes Pattern (Aufgabe) aneignen.

Die Freestyle Reining ist mit der Kür in der Dressur zu vergleichen. Im Gegensatz zur Dressurkür ist die Interpretation des gewählten Themas aber häufig freier und lockerer, so ist es unter anderem nicht unüblich ein passendes Kostüm zu tragen. Auch Freestyle Reinings die komplett ohne Sattel oder Zaumzeug geritten werden sind erlaubt. Auf die Musik abgestimmte und perfekt ausgeführte Manöver aus der Palette der vorgeschriebenen Manöver müssen in der bis zu vier Minuten langen Kür vorgetragen werden.

 

Zusammenspiel von Hund, Pferd und Reiter

Horse and Dog Trail

Wie beim Trail muss in dieser Disziplin der Reiter mit seinem Pferd einen Geschicklichkeits-Parcours bewältigen, allerdings zusätzlich mit seinem Hund als Begleiter. Eine große Rolle spielt hier natürlich die Verträglichkeit von Hund und Pferd.

Die zu bewältigenden  Hindernisse gleichen denen des Trails. Dabei können Hindernisse gemeinsam mit Hund (z.B. Trabstangen, Pylonen),  ohne Hund (z.B. Hund wird abgelegt und muss warten)oder vom Hund alleine (z.B. Sprung durch einen Ring oder Hindernis) überwunden werden.
Bewertet wird das Pferd im Sinne eines Trail-Pferdes, der Hund als gehorsamer Begleiter und das harmonische Zusammenwirken von Reiter, Pferd und Hund.

Beispiel:

– Beim Einritt in die Arena im Schritt ist der Hund angeleint und läuft bei Fuß
  (Seite spielt keine Rolle) der Hund wird an der Pylone abgeleint
– Schritt zum Tor, hindurch reiten, der Hund wird abgerufen,
– im Trab über die Stangen, der Hund geht bei Fuß,
– der Hund wird an der Pylone abgelegt, im Galopp über die Stange,
  der Hund wird abgerufen,
– Schritt über die Brücke, der Hund wird geschickt oder hinterhergerufen,
– im Schritt um die Pylonen, der Hund geht bei Fuß
– der Hund wird abgelegt, seitwärts über die Stangen,
– im Schritt bis ins Quadrat, der Hund wird abgerufen,
– Schritt zum Ausgang, der Hund wird an der Pylone angeleint
– Ende der Prüfung, im Schritt die Arena verlassen

zurück :: oben